KI verändert digitale Arbeit
KI verändert digitales Arbeiten. Organisatorisch und technisch. Ich merke das im Planungsbüro. Gespräche rund um Software wurden früher im Bezug auf Standards und Workflows geführt. Das hat sich stark verschoben.
Immer öfter berühren die Gespräche Punkte, die ich persönlich früher in den Bereich von Softwareentwicklern verortet hätte: Welche Schnittstellen zwischen den Fachanwendungen gibt es? Wie können wir die Datenstrukturen sauber aufbauen? Wie die Projektstrukturen?
Wenn es nicht gerade um technische Umsetzbarkeiten geht ist das andere riesige Thema Transformation: Wie können wir alte Prozesse in neue Bahnen bringen? Wie Mitarbeiterinnen abholen, schulen und Kompetenzen aufbauen? Wie sehen unsere Prozesse in 2 Jahren aus?
Die Digitalisierung ist für viele Büros (und wohl für keine Behörde), abgeschlossen: Mobiles Arbeiten und Zugriff von unterwegs gehört zum Tagesgeschäft. Aber die digitale Transformation hat für die meisten gerade erst begonnen. Dokumente in PDFs einzuscannen war nie gemeint, als man vom digitalen Bauantrag sprach. Es braucht Vereinfachung, wirkliches Umdenken und das Nutzen technischer Möglichkeiten.
Die Baubranche kann von Programmierern lernen. Versionierung und Branching in GitHub kann als Vorlage dienen wie Variantenuntersuchungen ablaufen. Die Nutzung von Variablen und Libraries der Softwareentwicklung zeigen, wie Planung und Entwicklung aus Vorlagekomponenten zusammengesetzt werden kann, ohne das Rad für jedes Projekt neu zu erfinden.
Digitale Transformation ist nicht deswegen so schwierig weil keiner PCs benutzen will. Sie stellt Probleme dar, weil die Prozesse nicht passen und Menschen sich umstellen müssen.